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Nicht nur für Erwerbslose
Armut ist in Oberhausen mittlerweile nicht mehr ein Problem einiger weniger, sondern betrifft erhebliche Teile der Bevölkerung. Wie der von der Stadt 2006 veröffentlichte Familienbericht belegt, sind in Oberhausen über 30% der Familien arm oder unmittelbar von Armut bedroht. In besonderem Maße hiervon betroffen sind kinderreiche Familien (mit 3 oder mehr Kindern) und Familien, in denen ein Elternteil allein für die Erziehung des Kindes / der Kinder verantwortlich ist. So stellen die Verfasser/innen fest:
Fast die Hälfte der kinderreichenund Zweidrittel der Alleinerziehenden leben in armutsnahen wirtschaftlichen Verhältnissen. (Quelle: http://www.oberhausen.de/downloads/Familienbericht_Oberhausen_2006.pdf, Seite 85)
Ebenso von wachsender Armut betroffen sind auch Rentnerinnen und Rentner mit geringen Renten bzw. jene, die lediglich Anspruch auf die so genannte Grundsicherung haben. Doch sind gerade Rentner/innen in besonderem Maße auf den Personennahverkehr angewiesen. Für Erledigungen des täglichen Bedarf, für Arztbesuche, für die Aufrechterhaltung sozialer Bindungen und Kontakte.
Ein Sozialticket lediglich für erwerbslose BezieherInnen von ALG-II (“Hartz-IV”) würde also nicht unerhebliche Teile der Bedürftigen ausschließen und somit sein Ziel verfehlen: Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe auch für die Menschen sicherzustellen, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation am Rande dieser Gesellschaft leben. Darum braucht Oberhausen ein Sozialticket für ALLE Bedüftigen in dieser Stadt!
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