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17. Februar 2010
Überrollt
So fühlt man sich, wenn man Christa Drießen, der für Marketing und Vertrieb Verantwortlichen bei der STOAG, glauben schenken möchte, von der Politik im VRR. Ob dem so ist, sei dahingestellt. Drießen nutzt in einem Artikel im Lokalteil der heutigen WAZ jedenfalls die Gelegenheit Stimmung gegen das Sozialticket zu machen. Auf 1,2 Millionen Euro würden sich für die STOAG die Kosten für das Sozialticket belaufen und prognostiziert einen Einnahameausfall von 20.- bis 30.- Euro pro Kunden im Jahr.
Auf der Homepage der STOAG finden sich bislang leider keine weiterführenden Informationen, die die von Frau Drießen in Feld geführten Zahlen, wenn schon nicht belegen, so doch wenigstens nachvollziebar machen würden. Wir in unserer Pressemitteilung vom 06.02.2010 (VRR-Sozialticket ist Mogelpackung) bereits darlegt haben, halten wir sowohl das von GRÜNEN und CDU geplante Finanzierungsmodell, als auch die Einführung des Sozialtickets auf Kosten der chronisch unterfinanzierten kommunalen Verkehrsbetriebe für grundlegend falsch. Die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs – und somit auch des Sozialtickets im VRR – ist eine allgemeingesellschaftliche Aufgabe. Die Finanzierung hat durch Steuermittel zu erfolgen. Nicht durch die übrigen Nutzer/innen des VRR und auch nicht durch die kommunalen Verkehrbetriebe.
Doch statt hierauf hinzuweisen, reiht sich Frau Drießen in die Reihe jener ein, die mit unbelegten Zahlen jonglierend Stimmung gegen das geplante Sozialticket machen.
Kommentare (4)
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Debus schrieb am 17. Februar 2010 um 18:08
Auch wenn ein Sozialticket für viele Menschen eine große Erleichterung darstellen würde, so ist doch nicht alles was wünschenswert ist, ist finanzierbar. Was Sie leider unterschlagen ist, dass die Sprecherin der STOAG eine konkrete Zahl genannt, die das Sozialticket kosten müsste um finanzierbar zu sein: EUR 30,00. Dies ist aus meiner Sicht durchaus zumutbar.
Chris M. schrieb am 20. Februar 2010 um 14:36
Das “Sozialticket” ginge doch nur zu Lasten der Leute, die den vollen Preis für ihre Fahrkarte zahlen müssen. Da auch die STOAG sparen muss, heißt das doch nur noch weniger Verbindungen, noch mehr Ausdünnung des Fahrplans, noch höhere Preise und übervolle Busse und Bahnen. Da wird auf Kosten der Allgemeinheit einer Minderheit der A**** hinterhergetragen. Die Mehrheit ist mal wieder der Dumme und wird gemolken! Zum Glück sitzen bei der STOAG Leute, die rechnen können und nicht irgendwelche politische Traumtänzer.
jörg schrieb am 25. Februar 2010 um 09:47
das ganze hick hack mit dem sozialticket ist so oder so nur eine mogelpackung da es sich ja nur um das ticket1000 handelt.da man wenn man am wochenende in einer anderen stadt der vrr fahren will zuzahlen muss!daher müste es das ticket2000 als sozialticket geben!
so und mu mal zu dir chris m.
du sagst das sozialticket geht eh zur lasten der algemeinheit,aber was is denn mit den bärenticket,wo ältere bürger ab 60 verbundweit und sogar 1klasse für 60euro fahren.kauf du dir doch mal ein ticket verbundweit und 1klasse.da biste dann mit fast 200euro dabei!oder was is mit den schocko-und dem young-ticket,da zahlt die algemeinheit auch drauf.aber das scheinst du ja zu übersehen!mach dir da auch mal deine gedanken dann,bevor du das sozialticket veruteilst!
mfg jörg
schnauzevoll schrieb am 27. Februar 2010 um 11:35
Ich kann nur sagen ich habe die Schnauze voll von der Selbstbedienungshaltung all der angeblich “sozial schwachen”! Ich geh arbeiten, ich zahl mein Auto und den Sprit selber und ich halte nicht überall die Hand auf. Das Sozialticket ist doch nur wieder so eine Idee linker Spinner, die damit auf Stimmenfang gehen!